Fehler sind Helfer – nur anders buchstabiert
- Mst. Thomas Schwabl

- 23. Feb.
- 3 Min. Lesezeit

Was selbstbewusstes, positives Denken wirklich bewirken kann
Es gibt einen Satz, der mich schon lange begleitet und der mich auf meinem Weg sehr geprägt hat:
„Fehler sind Helfer – nur anders buchstabiert.“
Wenn man ihn wirklich versteht, verändert er den Blick auf das eigene Leben.
Plötzlich ist ein Fehler nicht mehr das Scheitern.
Nicht mehr der Beweis „Ich kann das nicht.“ Sondern ein Hinweis. Ein Lehrer. Ein Wegweiser.
Ist positives Denken nur Schönreden?
Diese Frage höre ich oft.
Ist es nicht naiv, alles positiv sehen zu wollen? Redet man sich die Realität schön?
Nein.
Selbstbewusstes, positives Denken bedeutet nicht, Tatsachen zu verdrängen.
Es bedeutet, eine lösungsorientierte Sichtweise einzunehmen.
Ein Fehler bleibt ein Fehler.
Eine falsche Entscheidung bleibt eine falsche Entscheidung.
Aber die entscheidende Frage ist:
Bleibe ich im Vorwurf – oder gehe ich in die Verantwortung?
Positives Denken heißt nicht: „Es war eh alles gut.“ Sondern: „Was kann ich daraus lernen?“
Und genau dort beginnt Entwicklung.
Meine persönliche Erfahrung mit „Glück“
Ich höre immer wieder von angehenden Hypnotiseuren oder Energetikern, die sich selbstständig machen möchten:
„Du hast ja Glück gehabt, dass es bei dir funktioniert hat.“
„Bei uns sind die Leute noch nicht so weit.“
„Das ist halt deine Berufung, darum geht das bei dir.“
Und weißt du was?
Die wenigsten sehen, was wirklich dahintersteckt.
Sie sehen nicht die Momente, in denen es sich nicht richtig angefühlt hat.
Nicht die Zweifel.
Nicht die Phasen, in denen etwas nicht funktioniert hat.
Was sie nicht sehen, ist:
Ich habe immer wieder die Entscheidung getroffen, weiterzumachen.
Jedes Mal, wenn etwas nicht geklappt hat, habe ich mir nicht die Frage gestellt:
„Warum klappt das bei mir nie?“
Sondern:
Wie kann ich es richtig machen?
Wie kann ich es noch besser machen?
Wie kann ich meinen Klienten noch mehr bieten?
Was darf ich verändern?
Das ist der Unterschied.
Ein Ausbilder von mir hat einmal gesagt:
„Glück ist, wenn die Möglichkeit auf die Bereitschaft trifft.“
Möglichkeiten bekommen viele.
Doch die wenigsten sind bereit, durch Unsicherheit, Zweifel und Wachstum zu gehen.
Und wenn sie es nicht nutzen, nennen sie es Glück bei anderen.
Doch in Wahrheit ist es Entscheidung.
Wieder und wieder.
Fehler wiederholen sich nur, wenn wir nicht daraus lernen
Die Vergangenheit kannst du nicht ändern.
Aber ihre Bedeutung.
Wenn du erkennst, warum du einen Fehler gemacht hast, kannst du dein Verhalten anpassen.
Wenn du jedoch sagst:
„So bin ich halt.“
„Das passiert mir immer.“
„Ich habe einfach Pech.“
Dann programmierst du dein Unterbewusstsein auf Wiederholung.
Denn das Unterbewusstsein speichert Erfahrungen – und wiederholt Muster.
Was haben Naturgesetze damit zu tun?
Viele sprechen von hermetischen Gesetzen – von Ursache und Wirkung, von Resonanz.
Ein Prinzip lautet:
Wie innen, so außen.
Ob man es spirituell betrachtet oder psychologisch – dieses Prinzip wirkt.
Es ist wie die Schwerkraft.
Auch wenn ich nicht daran glaube, wirkt sie.
Wenn ich mich als Opfer sehe, werde ich Situationen erleben, die dieses Selbstbild bestätigen.
Wenn ich mich als lernfähigen Menschen sehe, werde ich Lösungen erkennen.
Ursache und Wirkung sind keine Theorie.
Sie sind Realität.
Jeder Gedanke erzeugt eine innere Haltung.
Jede Haltung beeinflusst Entscheidungen.
Und jede Entscheidung formt dein Leben.
Was hat Hypnose damit zu tun?
Viele Menschen sagen zu mir:
„Thomas, ich weiß das alles – aber ich fühle es nicht.“
Und genau hier liegt der Unterschied zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein.
Bewusst kannst du verstehen, dass Fehler Helfer sind.
Doch wenn im Unterbewusstsein abgespeichert ist:
„Ich bin nicht gut genug.“
„Ich mache immer alles falsch.“
„Ich darf keine Fehler machen.“
Dann entsteht
Druck.
Angst.
Perfektionismus.
Selbstsabotage.
In der Hypnose arbeiten wir an dieser Ebene.
Wir löschen keine Erinnerungen.
Doch wir verändern die emotionale Bewertung.
Die Situation bleibt.
Aber die Schwere verschwindet.
Es ist, als würde man die unterste Karte aus einem Kartenhaus ziehen.
Das ganze instabile Konstrukt fällt in sich zusammen.
Plötzlich wird aus einem Fehler eine Erfahrung.
Und aus einer Erfahrung entsteht Stärke.
Selbstbewusst denken heißt Verantwortung übernehmen
Selbstbewusstsein bedeutet nicht, perfekt zu sein.
Es bedeutet:
Ich übernehme Verantwortung.
Ich lerne.
Ich entwickle mich.
Ich treffe Entscheidungen.
Immer wieder.
Und genau darin liegt der Unterschied zwischen denen, die sagen
„Du hattest Glück“
und denen, die irgendwann selbst als „glücklich“ bezeichnet werden.
Fazit
Fehler sind keine Gegner.
Sie sind Wegweiser.
Positives Denken ist kein Schönreden.
Es ist eine Entscheidung für Wachstum.
Naturgesetze wirken – ob wir daran glauben oder nicht.
Und Hypnose hilft dir, deine inneren Ursachen neu auszurichten, damit sich auch die Wirkung verändert.
Vielleicht war dein größter Fehler nur eine Einladung, größer zu denken.
Und vielleicht ist „Glück“ nichts anderes als deine Bereitschaft, eine Möglichkeit wirklich zu ergreifen.
Wenn du spürst, dass dich alte Muster oder Zweifel noch zurückhalten, dann lass uns darüber sprechen.
Manchmal ist es nur eine neue innere Entscheidung, die alles verändert.
Thomas Schwabl
Hypnose & Mentale Arbeit
0664 / 9975013
PS: Möglichkeiten sind überall. Die Frage ist nur – bist du bereit?




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